Denk­mal Europaschule

broschuere1976Die Euro­pa­schu­le wird als typi­scher Schul­neu­bau der 70-er Jah­re in die Denk­mal­lis­te der Stadt Köln ein­ge­tra­gen. Im Jahr 1986, also 9 Jah­re nach Inbe­trieb­nah­me des Schul­be­triebs am Radert­hal­gür­tel, fand in Köln der “Deut­sche Beton­tag” mit mehr als 2.000 Fach­be­su­chern aus der gan­zen Welt statt. Man woll­te damals die “Ver­bun­den­heit mit dem Bau­stoff Beton in einer Aus­stel­lung bemer­kens­wer­ter Bau­wer­ke” (Ein­füh­rung zum Aus­stel­lungs­ka­ta­log) kund tun. Dabei zitier­ten die Initia­to­ren die Ver­än­de­rung von Archi­tek­tur­auf­fas­sun­gen, um der schon damals auf­kom­men­den Kri­tik an der mas­si­ven Ver­wen­dung des Bau­stoffs zu begeg­nen. Zusam­men mit den Gesamt­schu­len Chor­wei­ler, Höhen­haus und Hol­wei­de wur­den die damals noch neu­en Bau­ten als mus­ter­gül­tig her­vor­ge­ho­ben (sie­he Bild oben, Titel­blatt der ers­ten Schul­bro­schü­re 1976).
Heu­te ste­hen hof­fent­lich bald Gene­ral­sa­nie­rung und Auf­wer­tung des in die Jah­re gekom­me­nen und lei­der über die Zeit schlecht gepfleg­ten Bau­werks an. Ande­re Gebäu­de der Beton-Epo­che wur­den und wer­den sogar abge­bro­chen und durch Neu­es ersetzt.
Zu wün­schen bleibt, dass das neue Denk­mal Euro­pa­schu­le gut an die heu­ti­gen Bedürf­nis­se von Schu­le, Ler­nen und Auf­ent­halts­qua­li­tät zukunfts­fä­hig ange­passt und höher als in der Ver­gan­gen­heit von sei­nem Eigen­tü­mer wert­ge­schätzt wird.

Quel­le:

Archi­tek­ten- und Inge­nieur-Ver­ein Köln 7 Stadt Köln / Bun­des­ver­band der Dt. Zement­in­dus­trie, Köln: Bau­en für Köln. Gestal­tungs­bei­spie­le in Beton. Aus­stel­lungs­ka­ta­log. Düs­sel­dorf. 1985. (Beton-Ver­lag GmbH) Sei­te 15.

beton­aus­stel­lung-koeln-1985

gebaeu­de­dar­stel­lung-sei­te-15

Bes­te Grüße,

Her­bert Eidam

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